UAS4Europe, The Guild & EASSH: Sozial- und Geisteswissenschaften auf EU-Ebene stärker fördern

Auch verschiedene europäische Dachverbände im Bereich Forschung und Wissenschaft verfassen derzeit Positionspapiere zur Zwischenevaluierung von H2020. In allen Papieren findet sich ebenfalls sektorenübergreifend die Forderung nach einer stärkeren Förderung der Sozial- und Geisteswissenschaften im künftigen EU-Rahmenprogramm.

So betont The Guild, ein Netzwerk 18 forschungsintensiver Universitäten in Europa, darunter die Universitäten Göttingen und Tübingen, dass die Expertise der Sozial- und Geisteswissenschaften in interdisziplinären Forschungsbereichen wie z.B. Smart Cities, Ageing, Migration und interkultureller Kommunikation entscheidend sei, um Schlüsselherausforderungen in Europa zu adressieren. Die Expertise von Sozial- und Geisteswissenschaftler/innen müsse von der Erstellung der Arbeitsprogramme bis hin zur Evaluation geförderter Projekte einbezogen werden.

Auch der europäische Dachverband ‘Universities of Applied Sciences for Europe’ fordert, dass in FP9 die Sozial- und Geisteswissenschaften stärker im Fokus stehen sollten, in dem mehr Ausschreibungen spezifische soziale Belange als zentrales Thema adressieren (z.B. im Bereich Migration). Zudem sollten weitere, für Fachhochschulen wichtige Fachbereiche stärker einbezogen werden wie Künste, Design, Architektur, Linguistik und soziale Arbeit, da sie eine wichtige Rolle in der Entwicklung neuer Ansätze und Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen spielten.

Außerdem hat die European Alliance for Social Sciences and Humanities (EASSH) ein Positionspapier zur Zwischenevaluierung von H2020 veröffentlicht, das durch die europäische wissenschaftliche Gesellschaft Academia Europaea unterstützt wird. Ziel ist es, den Sozial- und Geisteswissenschaften in der europäischen Forschungspolitik eine Stimme zu geben.

Weitere Informationen:
www.the-guild.eu
http://uas4europe.eu
www.eassh.eu